Klassen 1 und 2 / JÜL

Das Lernen in der Schulanfangsphase

An der Sternberg-Grundschule wird in der Schulanfangsphase nach dem Prinzip des jahrgangsübergreifenden Lernens (JÜL) unterrichtet. Dabei lernen in der Bären-, Löwen-, Katzen- oder Füchse-Klasse die Kinder der ersten und zweiten Klasse in allen Fächern gemeinsam. Zusätzlich wurde im Sommer 2015 eine homogene 1. Klasse eingerichtet, die Fische-Klasse. Begleitet wird jede Klasse von einem für sie zuständigen Lehrerinnen-Erzieherin-Team, das in einem ständigen Austausch miteinander steht und den Schulalltag in Kooperation miteinander gestaltet und erfolgreich umsetzt. Die Kinder werden von Beginn an in Einzel- oder Gruppenarbeit an das selbstständige Arbeiten herangeführt und erfahren dabei, je nach den individuellen Fähigkeiten und Voraussetzungen, eine intensive persönliche Begleitung. Durch den pädagogischen Ansatz des Lesenlernens durch Schreiben wird den Kindern mittels geeigneter Materialien bereits in den ersten Wochen die Welt des Schreibens eröffnet, so dass der Beginn des Lese-Schreibprozesses bei vielen Kindern sehr schnell einsetzt. Jede Klasse wird zusätzlich von Lesepaten, die ehrenamtlich in die Schule kommen, unterstützt. 

Bereits in den ersten beiden Schuljahren werden alle Kinder im halbjährlichen Wechsel in den Fremdsprachen Englisch und Französisch unterrichtet, bevor sie sich ab der dritten Klasse für eine der beiden Sprachen als erste Fremdsprache entscheiden müssen. Der Unterricht erfolgt in diesen zwei Fächern in kleinen Lerngruppen und wird zumeist spielerisch umgesetzt. Durch Lieder, Reime, Kreis- oder kleine Rollenspiele wird den Kindern ein altersgerechter Zugang zu beiden Fremdsprachen ermöglicht und somit eine gute Basis für das Erlernen der späteren ersten Fremdsprache gelegt.

Großen Wert wird auf das Zusammenwachsen innerhalb der Klassengemeinschaft gelegt. Zur Unterstützung dieser finden neben der stetigen Auseinandersetzung mit einer zu erlernenden Diskussions- und Streitkultur (gemeinsames Finden von Gesprächs- und Klassenregeln), auch wiederkehrende Rituale (z.B. Wochenanfangs- und Wochenabschlusskreis) und alljährliche Klassenfeste (wie Laternenumzug, Weihnachts- oder Jahresabschlussfeier) statt. Zusätzlich organisieren die jeweiligen Lehrerinnen-Erzieherin-Teams klasseninterne Veranstaltungen, die in jeder Klasse nach eigenem Ermessen durchgeführt werden. Hierzu zählen, neben Theaterbesuchen oder das Begleiten in die Bücherei, thematisch gebundene Tagesausflüge  (zum Beispiel zur Erkundung des eigenen Schulumfeldes, des Waldes oder zur Veranschaulichung anderer sachthemenorientierter Schwerpunkte) und Übernachtungen in der Schule sowie mitunter auch Klassenfahrten in das Berliner Umland. Die hier gesammelten Erfahrungen und Erlebnisse werden wiederum im Unterricht genutzt, um sie anhand von eigenen Schreibversuchen oder künstlerischen Projekten in Ausstellungen allen Interessierten zu präsentieren.

In jeder Klasse gibt es den Klassenrat. Im Klassenrat bekommen die Kinder die Zeit miteinander zu sprechen und können hier Konflikte klären. In der Form des Klassenrates lernen die Kinder in diesen Gesprächen mit Gesprächsregeln umzugehen. Sie wählen die Gesprächsthemen aus, wählen einen Gesprächsleiter, einen Protokollvorleser, einen Protokollschreiber, einen Zeitwächter und Beobachter. Die Lehrerin oder der Lehrer tritt zunehmend in den Hintergrund und übergibt die Durchführung der Gespräche schrittweise an die Kinder.

A. Herzig

Die Klasse 1/2b macht jeden Donnerstag den Klassenrat. Hier lernen die Schüler demokratisch zu handeln. Sie sprechen über ihr Anliegen und lösen ihre Probleme.